Einmal mit nationaler Grösse musizieren

Anfang Juli übernahm Christoph Walter die Leitung der ersten «Spezial-Frequänz» und begeisterte rund 50 Musikantinnen und Muskanten aus verschiedensten Kantonen mit seiner Leidenschaft für die Blasmusik.

Christoph Walter leitete mit viel Einsatz die erste «Spezial-Frequänz» in Buchs AG

Bis anhin richtet sich das Format «Frequänz» an Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger sowie weitere musikbegeisterte Musikantinnen und Musikanten, welche unverbindlich gemeinsam musizieren möchten. Einmal im Jahr ist die Ausgangslage eine andere. Die Unverbindlichkeit lag auch in dieser Spezial-Ausgabe vor. Die 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vier verschiedenen Kantonen spielen jedoch alle in der 2. oder 3. Stärkeklasse. In «Spezial-Frequänzen» wird der Taktstock immer durch eine externe Person geschwungen. Und obwohl er eine äusserst vielbeschäftige Persönlichkeit ist, übernahm DIE nationale Grösse der Schweizer Blasmusik, Christoph Walter – kurz vor dem Basel Tattoo und der Veröffentlichung der neuen ESAF-Schwinger-Hymne – die Leitung der «Spezial-Frequänz» im Gemeindesaal Buchs.

 

«In der Harmoniebesetzung klammern sich die Musikantinnen und Musikanten oft an die Noten. Ein freies Spielen ist dann leider weder möglich noch gewünscht», erläutert Walter. «Musik sollte man fühlen; mit dem Herzen dabei sein. Dies soll man auch mal mit einem spontanen Einsatz umsetzen können. So steigern wir auch die Freude und den Spass an der Musik». Im Workshop «Freies Musizieren in der Unterhaltungsmusik» ging der langjährige Dirigent, Komponist und Arrangeur auf die Musikantinnen und Musikanten ein und vermittelte die gängigsten Grundlagen.

 

Klassische Probearbeit und «Jam-Session»

Mit den Stücken «Just in Time» und «80er KULT(tour)» stand auch klassische Probearbeit auf dem Programm, wobei der erstklassige Show-Orchester-Leiter den anwesenden Dirigentinnen und Dirigenten Tipps und Tricks weitergab, wie sie Optimierungen in den Besetzungen vornehmen oder das Vorgehen in der Probearbeit verbessern können. Nach einer weiteren Pause wurde eine «Jam-Session» in der Stilrichtung Pop durchgeführt. Die zu spielenden Akkorde wurden vorgegeben, danach konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nacheinander freie Improvisationen dazu spielen. «Ein äusserst gelungener Anlass. Die Schere des mitgebrachten Knowhows war sehr breit, daher war es eine Herausforderung alles auf einen Nenner zu bringen und die einzelnen Personen so zu fordern, wie sie sich das vorgestellt hatten» fasst Walter den Tag zusammen. Esther Hack, Mitglied des Organisationskomitees, schwärmte über die Zusammenarbeit: «Christoph Walter lebt die Musik und das war heute sehr gut zu spüren».

 

Der ereignisreiche Probetag endete mit einem Apéro, um auch etwas «Networking» zu betreiben. Dabei präsentierte Thomas Inderbinen von Inderbinen Blasinstrumente, wie ein Instrument entsteht und warum bei falscher Bearbeitung ein Metallrohr unter Umständen unbrauchbar für ein Instrument werden kann.

 

 

Nächste «Frequänz» wieder offen für alle

Die nächste Austragung der «Frequänz» wird wieder dem Grundsatz des Konzeptes – unverbindlich gemeinsam musizieren – gerecht. Ob langjährige Musikantin oder frischer Wiedereinsteiger, jede und jeder ist am Sonntag, 11. Dezember 2022 herzlich willkommen. Alle notwendigen Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind in Kürze unter www.frequaenz.ch zu finden.♪♫